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2007/4
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Wie kommunizieren wir Frieden? Menschen, die verantwortliche Positionen in den Medien innehaben, sowie Künstlerinnen und Künstler, die schreiben, zeichnen, Regie führen und produzieren, können dazu beitragen, indem sie ausgewogen berichten, das soziale Verantwortungsbewusstsein gegenüber dem Gewinnmotiv betonen und Friedensinitiativen bekannt machen und fördern. Religiöse Organisationen können ihre Strukturen und Netzwerke nutzen, um Kommunikatorinnen und Kommunikatoren dazu herausfordern, ethisch und sozial verantwortungsbewusst zu berichten. Sie sollten wahrnehmen, dass die einzelnen Menschen zugleich Bürger einzelner Nationen und der Einen Welt sind, in der das Lokale und das Globale eng zusammenhängen. |
Von Sarah Macharia
In allen Gesellschaften wiederholen sich die Geschichten: “Irak: Frauen erleben zunehmende Gewalt in Kurdistan” (1), “’Ehren-Morde’ in Italien werfen immer mehr Fragen nach der Gerechtigkeit auf” (2), “UN: Brutalitäten gegen Frauen in Kongo, ‚sogar noch schlimmere Vergehen als Vergewaltigungen’” (3), “Das Problem der häuslichen Gewalt in Europa” (4) und “Stoppt den sexuellen Missbrauch von Kindern” (der Missbrauch von Mädchen in Russland, 5). Es mag merkwürdig erscheinen, einen Beitrag zum Frieden mit der “Gewalt gegen Frauen” – wie diese Probleme zusammengefast werden – zu beginnen, aber es ist fast unmöglich, über den Frieden nachzudenken, wenn man nicht das Gegenteil von Frieden in den Blick nimmt.
Allan Thompson
Dieser Beitrag erschien auf Englisch in der Ausgabe 4/2007 der WACC-Zeitschrift „Media Development“. Diejenigen, die sich für den Aufbau von Medienkapazitäten in Ruanda engagieren, sehen sich rasch mit einer schwer lösbaren Frage konfrontiert, einer Art Huhn- und Ei-Frage. Ist es für Fachleute von außen möglich und angemessen, den Mediensektor in einer Situation mit auszubauen, in der das Land im Blick auf die Pressefreiheit immer noch vor gewaltigen Problemen steht?
Scott Lovaas
Obwohl mit dem Ende der Apartheid in Südafrika die staatliche Repression und die formale Zensur der Presse aufhörten, haben neue Mechanismen die alten ersetzt. Kommerziell ausgerichtete englischsprachige Tageszeitungen setzen neue Filter-Methoden ein, um im Interesse der privaten und staatlichen Elite die Verbreitung von Gedanken einzuschränken, zu steuern und zu zensieren. Der so entstehende eindimensionale marktorientierte Weltblick beschränkt sowohl die Freiheit als auch die Demokratie in Südafrika. In einer Zeit, in der Südafrika in das zweite Jahrzehnt der Demokratie mit neuen Freiheiten und bürgerlichen Rechten tritt, wird es immer entscheidender, die Beziehung zwischen den Medien, dem Staat und dem Markt gründlicher zu untersuchen.
