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2007/1
WACC und die Universität von Colorado in Boulder/USA haben kürzlich eine Konferenz zum Thema „Fundamentalism and the Media“ durchgeführt. Dies bot professionellen Medienmachern und Medienwissenschaftlern die Gelegenheit, gemeinsam zu untersuchen, wie Fundamentalisten Medien nutzen und ob der Fundamentalismus ohne die Medien existieren könnte. In dieser Ausgabe von Media Development veröffentlichen wir Beiträge der Konferenz sowie weitere Texte zur Thematik.
Pradip N. Thomas
Der nachfolgende Beitrag erschien in der Ausgabe 1/2007 der WACC-Zeitschrift „Media Development“.
Die wachsende Stärke des Hindu-Nationalismus ist seit mehr als zwei Jahrzehnten Gegenstand akademischer Studien. Folgen dieses Nationalismus wie die Pogrome gegen Muslime in Gujarat nach den Godhra-Morden im Februar 2002, die Ermordung des in Australien geborenen Evangelisten Graham Staines im Januar 1999 und die Zerstörung des Babri Masjid im Dezember 1992 fanden in indischen und internationalen Medien große Beachtung.
Dennis Smith
Dieser Beitrag erschien in der Ausgabe 1/2007 der WACC-Zeitschrift „Media Development“.
2006 hat die Lateinamerika-Region der Weltvereinigung für Christliche Kommunikation eine Reihe von Treffen zur Thematik „Medien, Politik und Fundamentalismus in Lateinamerika“ durchgeführt. Die Konferenzen wurden abgehalten in Zusammenarbeit mit der Katholischen Universität „San Pablo“ in La Paz, Bolivien, der Methodistischen Universität von São Paulo, Brasilien, dem Zentralamerikanischen Evangelikalen Zentrum für Pastorale Studien in Guatemala City, Guatemala, und der Methodistischen Theologischen Hochschule in Santiago, Chile.
Ogbu Kalu
Der nachfolgende Beitrag erschien in der Ausgabe 1/2007 der WACC-Zeitschrift „Media Development“.
Die Mediennutzung im heutigen Afrika ist auch deshalb so intensiv, weil charismatische und pfingstlerische Bewegungen die Medien so begierig einsetzen. Dies gehört ganz wesentlich zu einer Missionsstrategie, die die religiöse Landschaft in Afrika so radikal verändert, dass selbst in den „mainline churches“ starke charismatische Tendenzen zu beobachten sind. Cephas Omenyos Studie „Pentecost Outside Pentecostalism“ weist diesen Trend am Beispiel Ghanas nach. (1) Ein kürzlich gesendeter Dokumentarfilm von James Ault über die Christenheit in Afrika, der in Ghana und Simbabwe gedreht wurde, zeigt auf, wie die Liturgie, Lehre, Ethik und andere Gestaltungsformen des Glaubens die pentekostale Spiritualität, Liturgie und Lehren aufnehmen. Eine Erklärung dafür lautet, dass die von Missionaren gegründeten Kirchen eine Strategie verfolgen, ihre Mitgliedschaft zu erhalten, indem sie den Raum für ein charismatisches Glaubensleben der Jugend und der Frauen vergrößern. Die zweite Erklärung besagt, dass Afrikanerinnen und Afrikaner immer von charismatischen und pneumatischen Elementen des Evangeliums angezogen wurden, weil diese den Zielen und der Praxis der traditionellen Religion entsprechen. Dies stützt die Argumentation, dass das afrikanische Christentum eine Weiterentwicklung der traditionellen afrikanischen Religionen darstellt. Menschen kommen zu den charismatischen Kirchen, weil sie nach Antworten auf die Fragen suchen, die sich ihnen im Rahmen des ursprünglichen religiösen Weltbildes stellen. Daraus ergibt sich, dass die Pfingstkirchen aufgrund ihrer Haltung zur afrikanischen Kultur und ihres Verhältnisses zu den indigenen Weltbildern wachsen. Deshalb besteht das Ziel dieses Beitrags weniger darin, die Mediennutzung der Pfingstbewegung zu untersuchen, als über ihre Diskurse zu kulturellen Fragen zu reflektieren.
